Wie die Tiere bei und mit uns leben...

Jeder Hund ist anders.

Genau wie z.B. die Fingerabdrücke der Menschen, ähnelt kein Tier dem anderen. Das gilt sowohl für seinen Charakter, als auch für seine Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen.

Aus dem Grund ist es unser Anliegen, möglichst jedem von ihnen gerecht zu werden, um seinen Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nach Möglichkeit versuchen wir bevorzugt, ein "Haus der offenen Türen" zu leben, bis auf die Schlafzimmer, sie sind (fast) immer tabu.

Hin und wieder, weiß jedenfalls Einstein zu berichten, gibt es kleine Ausnahmen.

Einstein
Einstein
Die Unterbringung in sogenannten Boxen oder Zwingern wird vermieden.

Lediglich für Tiere mit bekannten, stark ausgeprägten Agressionen gegen Menschen oder Artgenossen steht, selbstverständlich nach Absprache mit dem Besitzer, ein Zwinger mit eigenem, hoch eingezäunten Auslauf zur Verfügung, der jedoch Sicht- und Schnupper-
kontakt zu anderen ermöglicht.

Ansonsten wird in jedem Falle die artgerechtere Rudelhaltung bevorzugt. Denn gerade für Hunde, die zeitweise von "ihrer" Familie getrennt leben müssen, ist nicht nur der tägliche Auslauf wichtig, sondern besonders auch die menschliche Zuwendung und Nähe, als auch die Gesellschaft von Artgenossen.

Diese Art der Haltung erfordert ein  hohes Maß an fachlicher Kompetenz, jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Hunden, viel "Fingerspitzengefühl", sowie Geduld.

Darum werden "neue" Hunde bei uns langsam in eine kleine Gruppe eingeführt. Sollte sich ein Hund nicht integrieren lassen, ist auch eine Einzelunterbringung in einem seperaten Zimmer möglich.

Cindy und Leon
Cindy und Leon, vorsichtige Annäherung
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Diese Form der Betreuung bringt immer wieder eine Auffrischung in das Sozialverhalten des Hundes. Sie lernen, ihre Gestik und Mimik wieder intensiver für die soziale Kommunikation einzusetzen.

Sie lernen jedoch auch, daß in dieser Gruppe keine Ränge ausgemacht werden dürfen, um auf jeden Fall Beißereien zu vermeiden und müssen akzeptieren: "Rudelführer" bleibt immer der Mensch!

Aus dem Grund der Agressionsvermeidung werden sie auch getrennt gefüttert, denn, der eine braucht Zeit zum "Genießen", der andere schlingt wie ein 4-beiniger "Staubsauger" in Sekundenschnelle alles in sich hinein.

Hin und wieder mögen sich Hunde jedoch so gern, daß sie am liebsten 24 Stunden des Tages miteinander verbringen. Auch beim Essen.

Für uns Menschen ist es sehr schön zu beobachten, wie friedlich und respektvoll Tiere auch in solchen Situationen miteinander umgehen können.

(Danke Sally, Sunny, Merlin, Paris und Eddy)

Eddy schmeckt's
Eddy schmeckt's

Paris
Paris

Um Beschwerden aufgrund einer Futterumstellung auszuschließen, sollte jeder Hund, bzw. Frauchen/ Herrchen bei Anreise eine ausreichende Menge des gewohnten Futters mitbringen. Auch Sonderwünsche werden gern erfüllt.

Leckerlies und Kauknochen habe wir für unsere Gäste (falls erlaubt) stets vorrätig,  setzen diese jedoch ungern zur Erziehung ein, sie dienen lediglich als kleine "Verwöhneinheit" für zwischendurch.    

Meistens schlafen die Hunde bei Verträglichkeit gemeinsam in einem Raum, wobei es oft passiert, daß mitgebrachte Körbchen oder Decken untereinander getauscht oder miteinander geteilt werden.


Sunny und Paris schlafen
Aufgrund langjähriger Erfahrung mit dieser Form der Hundehaltung, sowie Beobachtungen wildlebender Hunderudel in Südeuropa, deren Sozialverhalten mich oft fasziniert hat, bin ich der Ansicht, daß es eine artgerechte Möglichkeit ist, (gesunden, geimpften, entwurmten und gegen Parasiten behandelten) Hunden einen qualitativ guten Aufenthalt ohne Trauer, Heimweh, Futterverweigerung oder Neurosen zu ermöglichen.

Zudem haben wir hin und wieder das Glück, mitzuerleben, wie im Laufe der Zeit, gerade bei Hunden die regelmäßig kommen, z.B. aus einem schüchternen, kleinen Mäuschen eine selbstbewußte junge Dame wird. Oder auch ein etwas "rüpeliger Draufgänger" lernt Rücksicht zu nehmen, zu akzeptieren, sein Leckerli auch mal als Zweiter oder Dritter zu bekommen.